MarschallTech · Praxiswissen

Bug-Report-Template für Softwareteams

Ein guter Bug Report macht einen Fehler reproduzierbar, priorisierbar und für andere nachvollziehbar.

Von Steffen Marschall, Dipl.-Ing. (FH)

„Funktioniert nicht“ reicht selten aus. Je klarer ein Fehler beschrieben ist, desto weniger Rückfragen entstehen und desto schneller kann das Team Ursache, Auswirkung und passende Lösung einschätzen.

1. Kurzer, eindeutiger Titel

Der Titel sollte Problem und Kontext benennen. Besser „Login schlägt bei abgelaufenem Token mit 500 fehl“ als nur „Login kaputt“.

2. Umgebung festhalten

Version, Browser, Betriebssystem, Gerät, Mandant, Umgebung oder relevante Konfiguration nennen. Nur so lässt sich prüfen, ob der Fehler überall oder nur unter bestimmten Bedingungen auftritt.

3. Schritte zur Reproduktion

Die kleinste nachvollziehbare Abfolge dokumentieren: Ausgangszustand, konkrete Aktionen und Eingaben. Jeder Schritt sollte eindeutig genug sein, dass eine andere Person ihn wiederholen kann.

4. Erwartetes und tatsächliches Verhalten

Was sollte passieren – und was passiert tatsächlich? Diese Trennung hilft, Missverständnisse über das gewünschte Verhalten zu vermeiden.

5. Belege ergänzen

Screenshots, Fehlermeldungen, Log-Auszüge, Request-IDs oder kurze Videos können helfen. Sensible Daten sollten dabei entfernt oder anonymisiert werden.

6. Häufigkeit und Auswirkungen beschreiben

Tritt der Fehler immer oder nur gelegentlich auf? Blockiert er einen Kernprozess, betrifft er nur einen Sonderfall oder existiert ein Workaround?

7. Bekannte Eingrenzung notieren

Falls bereits bekannt: seit welcher Version, nach welcher Änderung oder nur bei welchen Daten tritt der Fehler auf? Vermutungen klar als solche kennzeichnen.

8. Kompakte Vorlage

Titel: …
Umgebung: …
Schritte: 1. … 2. … 3. …
Erwartet: …
Tatsächlich: …
Häufigkeit: …
Auswirkung: …
Belege: …