„Funktioniert nicht“ reicht selten aus. Je klarer ein Fehler beschrieben ist, desto weniger Rückfragen entstehen und desto schneller kann das Team Ursache, Auswirkung und passende Lösung einschätzen.
1. Kurzer, eindeutiger Titel
Der Titel sollte Problem und Kontext benennen. Besser „Login schlägt bei abgelaufenem Token mit 500 fehl“ als nur „Login kaputt“.
2. Umgebung festhalten
Version, Browser, Betriebssystem, Gerät, Mandant, Umgebung oder relevante Konfiguration nennen. Nur so lässt sich prüfen, ob der Fehler überall oder nur unter bestimmten Bedingungen auftritt.
3. Schritte zur Reproduktion
Die kleinste nachvollziehbare Abfolge dokumentieren: Ausgangszustand, konkrete Aktionen und Eingaben. Jeder Schritt sollte eindeutig genug sein, dass eine andere Person ihn wiederholen kann.
4. Erwartetes und tatsächliches Verhalten
Was sollte passieren – und was passiert tatsächlich? Diese Trennung hilft, Missverständnisse über das gewünschte Verhalten zu vermeiden.
5. Belege ergänzen
Screenshots, Fehlermeldungen, Log-Auszüge, Request-IDs oder kurze Videos können helfen. Sensible Daten sollten dabei entfernt oder anonymisiert werden.
6. Häufigkeit und Auswirkungen beschreiben
Tritt der Fehler immer oder nur gelegentlich auf? Blockiert er einen Kernprozess, betrifft er nur einen Sonderfall oder existiert ein Workaround?
7. Bekannte Eingrenzung notieren
Falls bereits bekannt: seit welcher Version, nach welcher Änderung oder nur bei welchen Daten tritt der Fehler auf? Vermutungen klar als solche kennzeichnen.
8. Kompakte Vorlage
Titel: …
Umgebung: …
Schritte: 1. … 2. … 3. …
Erwartet: …
Tatsächlich: …
Häufigkeit: …
Auswirkung: …
Belege: …
