MarschallTech · Praxiswissen

Definition of Done: praktische Vorlage für Softwareteams

„Fertig“ sollte im Team nicht davon abhängen, wer gerade gefragt wird.

Von Steffen Marschall, Dipl.-Ing. (FH)

Eine Definition of Done schafft einen gemeinsamen Mindeststandard. Sie ersetzt keine Akzeptanzkriterien eines Tickets, sondern beschreibt, welche Qualitäts- und Abschlussbedingungen grundsätzlich gelten.

Anforderung erfüllt

Die vereinbarten Akzeptanzkriterien sind erfüllt und offene Abweichungen sind ausdrücklich dokumentiert.

Code integriert

Der Code entspricht den Teamstandards, ist verständlich strukturiert und enthält keine unbeabsichtigten Debug-Reste oder temporären Workarounds.

Tests erfolgreich

Relevante automatisierte Tests wurden ergänzt oder angepasst und die vereinbarten Prüfungen laufen erfolgreich durch.

Review abgeschlossen

Erforderliche Reviews sind durchgeführt. Blockierende Rückmeldungen wurden geklärt; optionale Hinweise sind als solche erkennbar.

Dokumentation aktuell

Technische oder fachliche Dokumentation wurde dort aktualisiert, wo die Änderung ohne Zusatzwissen sonst schwer nachvollziehbar wäre.

Betrieb berücksichtigt

Konfiguration, Migrationen, Monitoring, Logging und Rückfallmöglichkeiten wurden geprüft, sofern sie für die Änderung relevant sind.

Abnahme möglich

Die Änderung ist in der vorgesehenen Umgebung verfügbar und kann fachlich nachvollziehbar geprüft werden.

Keine versteckten Restarbeiten

Bekannte Restarbeiten sind nicht stillschweigend Teil von „fertig“, sondern als eigene Aufgaben transparent erfasst.